Archiv des Autors: Angelika

Januar – März 2018

Anfang 2018 – Franz verbringt 4 Wochen in Battiluino, arbeitet bei gutem Wetter draußen am Platz für die Wasserpumpe, und ist ansonsten am Fliesen der beiden Badezimmer.

Im März sind wir zusammen für 2 Wochen auf der Baustelle. Nach dem langen, grauen Winter in Deutschland habe ich auf Sonne und frühlingshafte Temperaturen gehofft – leider geht mein Wunsch nicht in Erfüllung. In der ersten Woche fällt auf dem gegenüber liegenden Gipfel des Monte Zatta über Nacht sogar Schnee. Ich ziehe zwei Winterjacken, zwei Paar Hosen übereinander an, dann geht es.

Beim Schneiden, Rupfen und Roden wird mir dann sogar richtig warm, ich habe es auf die Brombeeren abgesehen – die müssen weg „non amo le more, non mi piacono ni liane ni edera“. In meiner Vorstellung sollen die verbliebenen Haselsträucher auf Ebene 6 wieder Luft und Licht bekommen, sollen verjüngt, sauber und schön dastehen. Der Anfang ist gemacht.

Auch die alte Steintreppe, die zum Hauseingang führt und nicht mehr zu sehen war, habe ich freigelegt für den Fall, dass die provisorische Bautreppe irgendwann nicht mehr standhalten sollte. Sie ist jetzt zwar passierbar, aber in einem ziemlich schlechten Zustand. Eine Stufe fehlt leider ganz.

Die Verkleidung der weithin sichtbaren unschönen Betonstützmauer ist ein gutes Stück vorangegangen. Von rechts sind die ersten Meter schon komplett hinter einer wunderbaren Natursteinmauer verschwunden.

Auf Ebene No. 5 …

Im Garten, auf Ebene  No. 5, stehen jetzt drei Obstbäume:

  • Susina – eine gelbe süße Mirabelle
  • Albicocco – Aprikose
  • Ciliegio – ein Kirschbaum

Franz hat aus dem Baumarkt diverse Rosenstöcke gerettet für 1.99 € / Stück!
Mal sehen, ob es ausreichend Regen gibt, wir können ja nicht gießen. Wie heißen sie noch gleich? Tom Tom, Dame de Coeur, Gloria Dei und die rosa Kletterrose Parade.

Im März blühen auf unserem Grundstück: Krokusse, Narzissen, Ringelblumen, Traubenhyazinthen, Duftveilchen,  Primel, Lungenkraut, Gänseblümchen.

Bilder folgen.

Es wird …

So langsam sieht man, wie es werden soll. Nächste Woche streichen wir das Geländer und fliesen die Terrasse weiter. Den Fliesenteppich (eines der von Villeroy & Boch  vor über hundert Jahren für die Titanic entworfenen Muster) haben wir vor ein paar Jahren über Ebay ersteigert – heute wäre da wohl kaum mehr heranzukommen. Bereits zu Pfingsten hatten wir die Fliesen zuerst einmal ausgelegt und dann verklebt. Die umlaufende Terrassenbank sieht schön aus! Die Fenster sind noch in der Werkstatt – roh, ohne Glas und Farbe. Wir warten geduldig. Aber es dürfte ruhig schneller gehen.

Heizung, Fenster, Putz

Im März wurden die Schleifen für die Heizung verlegt. Dann kam der Estrich.

 

Hier sind die Fenster in Arbeit.

 

Und heute haben sie begonnen, die Wände zu verputzen.

Gartenbewohner

Es fehlt noch die Eidechse, die einfach zu schnell für meinen Fotoapparat ist ;), außerdem haben wir schon Kröten gesehen und auch eine (ungefährliche) Schlange. Im Juni gibt es überall blinkende Glühwürmchen und nachts kommen bisweilen die Wildschweine bis an den Bach. Das kleine Siebenschläferchen übrigens musste im strömenden Regen vom Dach gerettet werden. Die sehr nützlichen französischen Feldwespen verteidigen sich nur bei Störung gegen den Menschen, ansonsten sind sie sehr friedlich.

Das Sonnenvögelchen flog, zwanzig Minuten nachdem die Fenster im Neubau eingesetzt waren, vor die Scheibe und legte erstmal ganz benommen zwei Brombeerhäufchen auf den Terrassenboden. Es wird wohl irgendwo aus einem Käfig in die Freiheit geflüchtet sein, denn – so die Auskunft der Deutschen Ornithologen-Gesellschaft – der Sonnenvogel („chinesische Nachtigall“) ist in dieser Gegend nicht heimisch.

Und Schmetterlinge gibt es! Solch große Schmetterlinge habe ich in Deutschland noch nie gesehen, sie flattern wie Blätter im Wind.

 

Genua – Bilder

Ausflug nach Genua mit der Ferrovia Genova – Casella: Wir schlagen eine gemütliche Tour vor, die einen Überblick verschafft.

zum Stadtrundgang

Baufortschritt

Der Weg vor dem Haus ist fast fertig. Das hat so lange gedauert, weil sämtliche Steinquader und aller Schotter quasi handverlesen sind und in mühevoller Arbeit aus dem großen Erdhaufen, der sich vor einem Jahr noch vor der Terrasse auftürmte, geholt werden mussten. Je vier Treppenstufen rechts und links lockern die kleine Mauer auf, gleichzeitig erreicht man die Eingangsebene bequemer. Kommendes Frühjahr werden noch die Abdeckplatten verlegt. Es wird also, es wird.

Franz entfernt die Schalung

Franz entfernt die Schalung

Über den Degrassatore (Fettabscheider) musste eine betonierte Brücke, eine komplizierte Konstruktion, gebaut werden. Später wird nichts mehr davon zu sehen sein.

Gartennews

Es gibt zur Zeit nur Gartennews, denn im Haus ist nicht viel passiert im vergangenen Jahr.

Im Oktober hat sich im Garten noch einiges getan: Ein kleines Beet vor dem Haus wurde angelegt mit der dunkelroten Aster „Jenny“, die farblich sehr schön mit Prachtkerze und dem Präriegras „Cairo“ harmoniert. Dazwischen sitzen noch Zwiebeln fürs Frühjahr und an der Kante Kaskadenthymian.

In der Staudengärtnerei Jantzen war Herbstfest und ich konnte nicht widerstehen: Purpurskabiose, Rudbeckia, die weidenblättrige Sonnenblume passen so gut zusammen, dazwischen noch mehr Astern. Das Beet, das die Terrasse einrahmt (irgendwann in naher Zukunft), wurde um einige Quadratmeter erweitert um die Schönheiten aufzunehmen.

Skabiose, Verbene, Staudensonnenblume

Skabiose, Verbene, Staudensonnenblume

Nur mit Tricksen sehen die Fotos gut aus. In Wirklichkeit stehen die Blümlein noch sehr weit auseinander, weil sie ja viel Platz brauchen, wenn sie einmal groß sind. Das Schöne ist, dass ein Teil der ausgesäten Kräuter auch gut aufgegangen ist. Da wäre z. B. der Schopfsalbei, den ich leider vergessen habe zu fotografieren. Die Verbene ist übrigens von selbst gekommen. Vielleicht sät sich ja noch mehr aus …

Griechische Myrte mit Regen- Sonnenschutz an den Wurzeln

Griechische Myrte mit Regen- Sonnenschutz an den Wurzeln

Das ist also meine geliebte griechische Myrte, die so wunderschön blüht. Hoffentlich schafft sie es über den Winter! Diese Methode, flache Steine so auszulegen, dass auch bei wenig Regen das Wasser direkt an die Wurzeln kommt und andererseits die Erde nicht austrocknet oder starker Niederschlag die Erde nicht wegschwemmt, hat sich bestens bewährt.

der neu gestaltete Garten

der neu gestaltete Garten